Ein Eisenbahnwochenende bei der Mansfelder Bergwerksbahn
16 km - Sandersleben-Marktkirche-Wiederstedt-Novals Park + Schloss-Hettstedt-Tal der Hl. Reiser-Saigerhütte+Tor-Markt-Kirche Burgörner-Kupferhammerhütte
Bitte Teilnahme anmelden: Let's go - Jeder Schritt macht uns fit!
Termin: Sonntag, den 12. Oktober 2025
Treff: 8.10 (!) Uhr Leipzig, Hbf., Querbahnsteig vor der Rolltreppe zu Tief
Abfahrt: 08.23 Uhr S 5X (Halle) .. 08.49 Uhr Halle, RE 24 (Halberstadt) ..
09.26 Uhr Freckleben
Tarif: D-Ticket (58,- €) - Jeder selbst
Rückfahrt: 16.27 Uhr Hettstedt, Mansfelder Str. Bus 420 (Eisleben) ..
17.36 Uhr Eisleben RE 8 (Halle) ..
18.15 Uhr Halle S 5X (Leipzig) .. 18.38 Uhr an Leipzig - stündlich
Optional: Imbissangebot in Hettstedt vorhanden
Der Lockschuppen in Hettstedt
Die Vereinsfreunde des Mansfelder Bergwerksbahn e.V. planen derzeit gemeinsam mit den Partnern Wipperliese CLR sowie Parkeisenbahn Vatterode wieder ein Eisenbahnwochenende im Mansfelder Land mit umfangreichen Höhepunkten und auf drei Spurweiten. Diesmal unter dem Doppeljubiläum: „825 Jahre Mansfelder Kupferschieferbergbau“ und „145 Jahre Mansfelder Bergwerksbahn“.
In Hettstedt ist das aktive Zentrum des diesjährigen Eisenbahnfestes der Bergwerksbahn. Neben den Parkplätzen für das Ost-Oldtimertreffen an der Kupferkammerhütte, zu dem die Mansfelder Bergwerksbahn Oldtimerfreunde und Besucher herzlich einlädt, gibt es in Hettstedt natürlich auch wieder eine Modellbahnausstellung. Hier wird u.a. Wolfgang Koch, welcher ein dampfbetriebenes Modell von Lok 20 gebaut hat, zugegen sein und sein Schmuckstück präsentieren. Neu ist eine große Hüpfburg, ein Kinderkarussell und eine 5-Zoll-Gartenbahn, mit welcher man sogar mitfahren kann.
Zu ausgewählten Zeiten wird es im Weiteren Führungen durch die Interimsausstellung im Lokschuppen geben. Ergänzt wird das Ganze von Händlern mit Modellbahnzubehör und Eisenbahnandenken.
Als besonderes kulinarisches Highlight ist in Hettstedt im Lokschuppen ein Ausschank von Bieren vom Brauwerk Lichtloch UG geplant, wo es verschiedene Sorten des leckeren Gebräues direkt vom Hahn geben wird. Natürlich wird es auch wieder leckeres vom Grill und dem Suppentopf geben, auch ein Verkaufswagen mit Süßigkeiten ist geplant.
140 Jahre Mansfelder Bergwerksbahn
Die ab 15. November 1880 zwischen der Kupferkammerhütte bei Hettstedt und den Glückhilfschächten bei Welfesholz auf einem ersten 5 km langen Teilstück auf 750 mm Spurweite verkehrende Mansfelder Bergwerksbahn entwickelte sich rasch zum wichtigsten Transportmittel zwischen den Mansfelder Schächten und Hütten. Das entstandene Streckennetz wurde damit, in Verbindung mit den darauf verkehrenden Zügen, für ca. 110 Jahre das wichtigste Transportmittel der „Mansfeld“. Neben dem auf den Schächten geförderten Kupferschiefer, der zu den Rohhütten gefahren werden musste, transportierte sie vor allem Kohle, Hüttenkoks, Grubenholz, Schlackensteine, Baumaterialien und verschiedene Zwischenprodukte der Hütten. Das gesamte je existierende Gleisnetz umfasste in seiner größten Ausdehnung in seinen unterschiedlichen lokalen Betriebsphasen insgesamt ca. 95 km.
Bis 1969 wurden auch die Bergleute mit der Schmalspurbahn befördert. Um eine Teilstrecke der Mansfelder Bergwerksbahn des damaligen MansfeldKombinates „Wilhelm Pieck“ Eisleben langfristig und betriebsfähig zu erhalten, gründete sich am 16. November 1991 – also vor fast 30 Jahren – der Verein „Mansfelder Bergwerksbahn e. V.“ Heute können Sie mit der Bergwerksbahn – nunmehr die älteste betriebsfähige Schmalspurbahn Deutschlands – die hügelige Landschaft des ehemaligen Bergbaureviers nicht nur auf ca. 11 km erhaltener Strecke „erfahren“, sondern auch eine Zeitreise in historischen Reisezugwagen erleben.
Das Tal der Heiligen Reiser - "Der Grand Canyon" des Mansfelder Landes
Es handelt sich um einen ehemaligen Steinbruch mit einem mehrere hundert Meter langen erdgeschichtlichen Aufschluß. Man nennt dieses Tal auch den "Grand Canyon" des Mansfelder Landes.
Die einzelnen Schichten der Gesteinsablagerungen sind an den steil aufragenden Felsen deutlich zu erkennen. Jüngere Bereiche ragen dabei an vielen Stellen ein wenig über die darunter liegenden älteren Sedimente hinaus, was der Wand einen unverwechselbaren Charakter verleiht. Das Gestein besitzt ein markante Rotfärbung, was auf eine Entstehung unter wüstenhaften Bedingungen zurückzuführen ist.
Durch das Tal unterhalb der Gesteinsfront verlief im Mittelalter ein bedeutender Pilgerweg. Das Ziel der hier vorüberziehenden Reisenden war u.a. der "Verworrene Stein". Außerdem führte der Weg zum damaligen Wallfahrtsort Welfesholz. Der Name des Felsentales soll wohl von dieser mittelalterlichen Pilgerroute abgeleitet worden sein.
Das Schloss Oberwiederstedt - Geburtsort von Novalis
Schloss Oberwiederstedt
Novaliis, Ölgemälde um 1799
Novalis (* 2. Mai 1772 auf Schloss Oberwiederstedt; † 25. März 1801 in Weißenfels), eigentlich Georg Philipp Friedrich von Hardenberg, war ein deutscher Schriftsteller der Frühromantik und Philosoph.
Friedrich von Hardenberg gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der deutschen Frühromantik, der über umfassende Kenntnisse der Naturwissenschaften, des Rechts, der Philosophie, Politik und Wirtschaft verfügte.
Friedrich von Hardenberg gab sich seinen Künstlernamen „Novalis“ selbst. Er bedeutet so viel wie „Der Neuland Bestellende“.
Mit seinen Werken hat Novalis dann tatsächlich dichterisches Neuland erkundet: Dadurch formte er maßgeblich die Kunst- und Kulturepoche der Romantik.
Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg war der Spross einer kleinen Adelsfamilie im Kurfürstentum Sachsen geboren. Er war das zweite von elf Kindern; in dem Haushalt herrschte ein strenger pietistischer Glaube. Er studierte Jura an der Universität Jena, der Universität Leipzig und der Universität Wittenberg. In Jena veröffentlichte er sein erstes Gedicht und befreundete sich mit dem Dramatiker und Dichter Friedrich Schiller. In Leipzig lernte er Friedrich Schlegel kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Novalis schloss 1794 im Alter von 22 Jahren sein Jurastudium ab und arbeitete unmittelbar nach seinem Abschluss als Rechtsassistent in Tennstedt.
Novalis starb jung, als er nur 28 Jahre alt war. Um so erstaunlicher ist es, dass er mit seinem Portfolio heute noch als die einflussreichste Person der Epoche der Frühromantik und Romantik gilt. Mit den Werken „Hymnen an die Nacht“ oder „Heinrich von Ofterdingen“ symbolisierte er die Frühromantik wie kein anderer.
Quellenangabe: Text und Bild sind zum Teil Auszüge aus Wikipedia und Internet
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