Von Groitzsch zum Altstadtfest in Pegau
Am 5. September - Gauklerei * Biwak * Livemusik ab 12.00 Uhr
10 km - Groitzsch-Wasserturm-Markt-Kleine Hölle-Naturlehrpfad Pfarrholz-Wiprechtsburg-Albert Hain-Poetenweg-St. Laurentius-Rathaus-BIWAK des Kgl. Sächs. Chevauleger Regiments „Prinz Clemens“ e.V. -AP Stöntzscher Höhe-Pegau
Groitzsch - Die Perle im Neuseenland
Groitzsch liegt 25 km südlich von Leipzig und 20 km nordöstlich von Zeitz im Dreiländereck Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Die Stadt befindet sich am Rande der Leipziger Tieflandsbucht in der Weiße Elster- und Schnauderaue südlich der Mündung der Schwennigke in die Schnauder.
Unter Wiprecht von Groitzsch begann im frühen 12. Jahrhundert die intensive Kolonisation Sachsens. Auf der Burg Groitzsch finden sich die ältesten bislang bekannten Steinbauten in Sachsen. Die Burgruine kann ständig kostenlos besichtigt werden. Sehenswert sind besonders die teilweise rekonstruierte Rundkapelle und der Stumpf eines runden Turmes, die beide aus der Zeit um 1080 stammen. In den Sommermonaten finden häufig Veranstaltungen wie Freiluftkonzerte oder Aufführungen in dem amphitheaterförmig gestalteten Gelände statt. Es wurde ein Weinberg mit über 5.000 Rebstöcken, Blumenbeete und Wanderwege angelegt. Das Lapidarium im Innenraum der Burg umfasst mittlerweile eine Sammlung von etwa 40 Flur- und Grenzsteinen aus der Region.
Als Wahrzeichen der Stadt gilt der 1903/04 errichtete Wasserturm. Das 45 m hohe Stahlskelettbauwerk ist bis heute in Nutzung. Er ist in Form eines Taubenhauses errichtet und hat einen rotbraunen Anstrich. Der Wasserbehälter im Inneren des Turms hat ein Fassungsvermögen von 1.000 Kubikmetern.
Der Bau des Wasserturms wurde 1903 beschlossen. Die Planungen wurden von dem Architekten Max Hasse aus Leipzig durchgeführt. Die Bauarbeiten begannen im April 1903 und wurden im Dezember 1904 abgeschlossen.
Der Wasserturm wurde in Stahlskelettbauweise errichtet. Das verwendete Stahl stammte aus der Stahlwerksgesellschaft in Leipzig-Gohlis. Der Wasserbehälter im Inneren des Turms wurde aus Betonfertigteilen hergestellt.
Der Wasserturm wurde am 20. Dezember 1904 in Betrieb genommen. Er war damals eines der modernsten Wasserversorgungssysteme in Deutschland.
Die Gebäude der Stadt werden allein durch die Schwerkraft mit Wasser versorgt. Der Behälter hängt wie ein normaler Abnehmer am Netz. Bei geringem Trinkwasserverbrauch wird er aufgefüllt, bei Verbrauchsspitzen leert er sich.
Auf diese Weise wird der Druck im Netz immer konstant gehalten. Es werden keine weiteren Pumpen benötigt als die, die den Turm befüllen. Damit das System funktioniert, darf kein Abnehmer höher als der oberste Einspeisungspunkt des Turmes liegen.
Die Stadt Pegau
Die Anfänge der Stadt reichen bis ins hohe Mittelalter zurück. Im Schutze des von Wiprecht II. gegründeten Benediktinerklosters, der ersten Ordensgründung östlich der Saale, und von diesem gefördert, entwickelte sich aus der ehemaligen slawischen Ansiedlung eine blühende deutsche Kolonisationsstadt. Den Höhepunkt seiner Entwicklung erlebte Pegau im 15. und 16. Jahrhundert. Ausgestattet mit bedeutenden landesherrlich verbrieften Rechten reihte es sich ein unter die ersten Städte im Lande. Pegaus Vieh- und Getreidemärkte waren von überregionaler Bedeutung. Hinter einer trutzigen Stadtmauer lebte ein freies Geschlecht, das sich mit Einführung der Reformation 1539 der Klosterherrschaft entledigte und das sich 1560 als Ausdruck seines Wohlstandes eines der schönsten Rathäuser im Kurfürstentum Sachsen erbaute. Der Dreißigjährige Krieg und verheerende Stadtbrände setzten diesem Höhenflug ein vorübergehendes Ende. Erst im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts fand Pegau wieder Anschluss an den Lauf der Zeit.
In der historischen Kleinstadt wird vom 4. - 5. September 2026 das 28. Pegauer Altstadtfest gefeiert. Geboten wird Allerlei Gauklerei, Speis‘ & Trank mit Livemusik in den offenen Höfen, ein großes Biwak mit Gefechtsdarstellung.
Am Samstag erleben Sie ein buntes Markttreiben, beobachten mittelalterliches Handwerk und genießen Sie kulinarische Vielfalt. Am 4. September ab 16 Uhr, am 5. September ab 12 Uhr geöffnet. Eintritt ist frei.
Das Kgl. Sächs. Chevauleger Regiments „Prinz Clemens“ e.V. & befreundete Vereine* treffen sich auch in diesem Jahr zum Altstadfest. Werfen Sie ein Blick auf die Lebensweise der Soldaten und besuchen Sie die Große Anlage. Zelte, in denen sie schlafen und eine originale „Küche“ von früher dürfen erkundet werden. Außerdem erleben Sie am Samstag nachmittag um 16:00 Uhr die geräuschvolle Gefechtdarstellung. (Gehörschutz empfohlen)
Quellenangabe: Text und Bild sind zum Teil Auszüge aus Wikipedia und Internet
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